Handelsrecht

Das Handelsrecht ist der Oberbegriff für die rechtlichen Wechselbeziehungen, insb. beim Leistungsaustausch, zwischen Kaufleuten. Wichtigste Rechtsquelle ist das Handelsgesetzbuch. Das Handelsrecht steht als Sonderprivatrecht der Kaufleute nicht in sich abgeschlossen neben dem Bürgerlichen Recht, sondern ergänzt und modifiziert dessen Vorschriften, insbesondere die des Bürgerlichen Gesetzbuches. Gegenüber dem Handelsgesetzbuch (HGB), das das Handelsrecht vorrangig regelt, wird dieses nach Art. 2 Abs. 1 EGHGB daher nur subsidiär angewendet. Daneben ist in Registersachen das Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (kurz FamFG) einschlägig.

Weitere handelsrechtliche Vorschriften finden sich etwa in der Zivilprozessordnung (§ 29 Abs. 2, § 38 Abs. 1, § 1031 ZPO) und im Börsengesetz (§ 52 BörsG). Eine große Bedeutung haben daneben das Gewohnheitsrecht (bspw. die Lehre vom Scheinkaufmann und das kaufmännische Bestätigungsschreiben) und der Handelsbrauch (§ 346 HGB).

Ihr Ansprechpartner in Emsdetten: Rechtsanwalt Pelzer. Er ist zugleich Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht.